Hier lesen sie, was unser Landesbischof Prof. Dr. H. Bedford-Strohm zum Thema "Islam" gesagt hat und wie er es meint. Er läßt sich nicht beirren und bleibt als Prediger der Versöhnung unserem Herrn treu:
"Auf dem Weg zu einer Kirchenleitungskonferenz nach Ostrava/Tschechien melde ich mich noch einmal zum Thema Islam. In den Diskussionen um den Artikel in den Nürnberger Nachrichten ist immer wieder die Frage aufgetaucht, was eigentlich „Wertschätzung“ bedeutet und in welchem Verhältnis Wertschätzung gegenüber anderen Menschen zur Wertschätzung ihrer Religion steht. Wertschätzung gegenüber anderen Menschen gehört zum Kern der christlichen Existenz. Darüber kann im Lichte von Jesu Aussagen zum Doppelgebot der Liebe und zur Feindesliebe kein Zweifel bestehen. Daraus folgt nicht automatisch Wertschätzung gegenüber ihren Religionen. Denn es kann natürlich menschenverachtende Religionen geben, die im Lichte des Christuskriteriums keine Wertschätzung verdienen, und wenn sie die Menschenrechte verletzen, noch nicht einmal Respekt, sondern einzig und allein Widerspruch. Aber die Wertschätzung gegenüber den Menschen bedeutet sehr wohl den Versuch, sich in die religiösen Überzeugungen anderer auch dann einzufühlen, wenn sie den eigenen widersprechen. Ein Gespräch über die Differenzen zwischen den verschiedenen Religionen gelingt dann, wenn jede Seite merkt, dass die jeweils andere zu dieser Einfühlung bereit ist und sich gerade nicht von den Vorurteilen und pauschalen Verurteilungen leiten lässt, die das Zusammenleben der Menschen auch in anderen Bereichen immer wieder so belasten. Für unser Verhältnis zum Islam heißt das, dass wir den Islam genauso wenig gleichsetzen mit gewalttätigen Islamisten oder Regimen, die die Religionsfreiheit mit Füßen treten, wie wir selbst nicht den christlichen Glauben mit dem Unrecht gleichgesetzt sehen wollen, das in seinem Namen in der Geschichte anderen angetan worden ist. Dass vielen Hunderte von Millionen Muslime – etwa in Indonesien – friedlich mit Christinnen und Christen zusammen leben, sollte jedenfalls genauso im Bewusstsein sein wie die Fälle von Unterdrückung von Christen durch Regime, die sich muslimisch nennen. Jeder einzelne dieser Fälle ist einer zu viel.
Aber unser Protest gegen solche Verletzungen der Religionsfreiheit (und ich habe diese Fälle mehrfach auch selbst öffentlich kritisiert) gewinnt genau dadurch Nachdruck, dass wir selbst mit anderen Religionen anders umgehen. Ich will alles tun, um diejenigen Kräfte im Islam zu ermutigen, die das Friedenspotential in ihrer Religion zum Ausdruck bringen und es in die demokratische Zivilgesellschaft einbringen wollen. Eine pauschale Abqualifizierung des Islam fällt genau diesen Kräften in den Rücken. Das kann niemand wollen.
Wir Christinnen und Christen sind, wenn wir unseren Herrn und Heiland Jesus Christus wirklich zum Zentrum unseres Lebens machen, zu Frieden und Versöhnung berufen. Wir bezeugen ihn dann am klarsten, wenn wir diesen Frieden und diese Versöhnung selbst ausstrahlen. Also, lasst uns in diesem Sinne Zeuginnen und Zeugen Jesu Christi sein!"
Quelle: Facebook-Seite unseres Landesbischofs
800 Gottesdienste unter freiem Himmel - auf Berggipfeln, an Seen oder auf Waldlichtungen werden in dieser Saison in der bayerischen Landeskirche angeboten. Besondere Freiluftgottesdienste finden in diesem Jahr im Rahmen der Landesgartenschau in Bamberg statt, auf dem Staffelberg (bei Bad Staffelstein) - in Verbindung mit einem Mondscheinspaziergang, ein grenzüberschreitender Gottesdienst mit der Kirche der Böhmischen Brüder in Asch (Tschechien), im Skyline-Park Bad Wörrishofen, auf einem Bauernhof bei Schwabach oder anlässlich des Internationalen Alphornfestivals im Kleinwalsertal.
Das größte Angebot stellt die Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen auf die Beine: Dort kann man in der Sommersaison fast an jedem Tag einen Berggottesdienst besuchen.
Bei den Besuchern besonders beliebt sind die Gottesdienste zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, so Thomas Roßmerkel, der als Referent im Landeskirchenamt zuständig ist für die Gottesdienste im Grünen. Trotz oder gerade wegen der ungewöhnlichen Zeiten seien die Gottesdienste etwa auf dem Pröller bei St. Englmar, auf dem Campingplatz Hopfensee oder auf dem Kreuzberg Scheidegg sehr gut besucht.
In sechs, nach Regionen unterschiedenen Prospekten finden sich alle Gottesdienstorte und -zeiten:
" „Evangelische Berggottesdienst und andere Gottesdienste im Freien im Allgäu“
" „Evangelische Berggottesdienst und andere Gottesdienste im Freien in Oberbayern“
" „Fichtelgebirge-Frankenwald-Fränkische Schweiz“
" „Bereich Fränkisches Seenland“
" „Region Nürnberg und Umland“
" „Bereich Bayerischer Wald“
Alle Prospekte können kostenlos bestellt werden bei:
Landeskirchenamt
Referat C 1.1
Postfach 20 07 51
80007 München
Tel: 089 - 5595 384
Email: tourismus@elkb.de
München, 2. Mai 2012 Johannes Minkus, Pressesprecher
Martin Becher, der Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz hat den Landessynodalausschuss bei dessen jüngster Sitzung am Freitag in München über die aktuellen Schwerpunkte seiner Arbeit informiert.
Martin Becher
Projektstelle des Bayerischen Bündnisses für Toleranz
im Evang. Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad
Markgrafenstraße 34
95680 Bad Alexandersbad
Tel.: 09232-9939-23
Fax: 09232-9939-99
E-Mail: becher[AT]ebz-alexandersbad.de
Im Zentrum seiner Tätigkeit stehe die Vernetzung der inzwischen an vielen Orten aufgebauten Unterstützungsangebote im Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut, erläuterte Becher. Wichtig seien schnelle und effektive Unterstützungsangebote für Kommunen, in denen rechtsextreme Gruppierungen durch Kauf von Immobilien oder Ausrichtung von Großveranstaltungen versuchten, Fuß zu fassen. Dies sei in einigen Orten Bayerns bereits erfolgreich gelungen, so Becher.
Dem Bayerischen Bündnis für Toleranz mit inzwischen 36 institutionellen Mitgliedern komme dabei eine zentrale Bedeutung zu. Die Tatsache, dass sich hier im Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut ein Bündnis zusammengefunden hat, dem u.a. die großen Kirchen, der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden, der DGB, der Verband der bayerischen Wirtschaft, zwei Staatsministerien, der Schützenverband und Lehrerverbände angehören, unterstütze wirksam die Bildung übergreifender zivilgesellschaftlicher Bündnisse vor Ort.
Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll dankte Becher für seinen engagierten Einsatz im Rahmen des Bündnisses für Toleranz.
Der Landessynodalausschuss nimmt die Aufgaben der Synode außerhalb ihrer zwei Tagungen im Jahr wahr. Ihm gehören das Präsidium der Synode und 12 weitere gewählte Synodale an. Die Präsidentin der Synode leitet auch den Landessynodalausschuss. Der Landessynodalausschuss ist neben Landesbischof, Landessynode und Landeskirchenrat ein eigenständiges Organ der Kirchenleitung.
München, 30. April 2012 Johannes Minkus, Pressesprecher
In einem Brief an den geistlichen Führer Irans, Ayatollah Seyyed Ali Chamenei, haben sich Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll heute für die Freilassung des von der Todesstrafe bedrohten christlichen Pfarrers Yucef Nadarchani eingesetzt. Die bayerische Landeskirche trete aktiv für das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen in Deutschland ein. Eine wichtige Voraussetzung sei die Anerkennung der Religionsfreiheit als allgemeines Menschenrecht durch Christen und Muslime.
Weiter heißt es in dem Brief:
„Da die allgemeine Religionsfreiheit ein universales Menschenrecht ist, das auch der Iran mit Unterzeichnung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte anerkannt hat, erfüllt uns die mögliche Hinrichtung von Pfarrer Nadarchani mit Entsetzen und Unverständnis. Wenn Muslime in Deutschland zu Recht erwarten, dass sie ihre Religion ausüben dürfen, dann darf es nicht sein, dass im Iran einem konvertierten Christ der Tod droht. Wir sind besonders dankbar für die muslimischen Stimmen weltweit, die mit ausdrücklichem Verweis auf den Koran um die Freilassung von Pfarrer Nadarchani bitten. Es ist unser gemeinsamer Glaube, dass der von Gott geschaffene Mensch eine Würde hat, die sich nicht an seiner Religion, seiner Nationalität oder seinem Geschlecht festmacht. Der Mensch hat Würde, weil er von Gott geschaffen ist und von ihm, dem Höchsten, diese Würde erhält. Daher steht es uns Menschen nicht zu, jemanden zu entwürdigen, weil er einer bestimmten Religion, einer bestimmten Nationalität oder einem bestimmten Geschlecht angehört.“
München, 5. März 2012 Johannes Minkus, Pressesprecher