Donnerstag, 10. Mai 2012, 19.30 Uhr
Martin-Luther-Haus, Kulmbach, Waaggasse
Referent: Dr. med. Thomas Banse, Kulmbach
Mit diesem Vortrag zeigt der Tutzinger Freundeskreis wieder einmal seine Vielseitigkeit, zu möglichst allen gesellschaftlich relevanten Fragen, Diskussionsbeiträge zu liefern. Und wie wichtig, bedeutsam für ein selbst bestimmtes Leben die Niere ist, wird uns der Nephrologe und Ltd. Arzt unseres Kulmbacher Klinikums Dr. Thomas Banse darlegen.
In seinem Vortrag wird es um die vielseitigen Aufgaben der Nieren, Arten von Nierenerkrankungen und deren Vorbeugung, um Nierenersatztherapie (Dialyse) und Nierentransplantation gehen. Insbesondere im letzten Teil werden auch das neue Transplantationsgesetz und hierbei auftretende ethische Fragen und Probleme angesprochen und erörtert werden. Sie werden sich wundern, dass bei dem heutigen hohen technischen Stand die Nierenersatztherapie eine recht junge Wissenschaft und ärztliche Kunst ist und auch wie viele Menschen ihrer bedürfen. Sie erfahren auch, warum das so ist und wie jeder einzelne von uns Nierenerkrankungen durch angemessene Lebensweise wirksam vorbeugen kann. Dabei seien nur drei Stichworte genannt, Bluthochdruck, Diabetes und Stoffwechselstörungen.
Kommen Sie zu diesem Vortrag mit vielem Bildmaterial. Es wird Sie überraschen, welch hoher Anteil der Bevölkerung im Laufe des Lebens mit Nierenproblemen konfrontiert ist.
Donnerstag, 07. Juni 2012, 19.30 Uhr (Fronleichnam)
Martin-Luther-Haus, Kulmbach, Waaggasse
Referent: Dr. Manfred Mittermayer, Salzburg
Heute beleuchten wir durch unseren Referenten den zweiten Dichter aus der Sommertagung des Freundeskreises in Tutzing im vergangenen Jahr. Es geht unter dem Generalthema Familienbande, Familienfehden und Familienglück in der Literatur diesmal um Thomas Bernhard.
Thomas Bernhard, geb. 1931 in Heerlen bei Maastricht, gestorben 1989 in Gmunden/Ö. In seinen Werken steht der Mensch unter dem Gesetz von Krankheit und Tod; im Mittelpunkt stehen Figuren von oft wahnhafter Monomanie.
Dies sind die bekannten Darstellungen des österreichischen Autors, wie man sie in Nachschlagewerken finden kann.
Unser Referent Dr. Manfred Mittermayer aus Salzburg versucht einen differenzierten biographischen Zugang, der von Bernhards Familiengeschichte ausgeht.
Mittermayer hat Germanistik, Anglistik und Philosophie studiert. Seit 1984 lehrt er "Neuere deutsche Literatur" in Salzburg und war von 2005 bis 2012 Mitarbeiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Theorie der Biographie. Seit April 2012 ist er Leiter des Literaturarchivs Salzburg. Er ist außerdem Vorstandsmitglied der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft sowie Mitglied im Herausgeberteam der gegenwärtig entstehenden 22bändigen Thomas-Bernhard-Ausgabe. Derzeit wird intensiv am Band 22 gearbeitet. Thomas Bernhard ist einer der bedeutendsten Dichter deutscher Sprache der 2. Hälfte des 20. Jh. und vielfacher Literaturpreisträger, z.B. Bremer Literaturpreis und Georg-Büchner-Preis.
Die Darstellungen des Referenten zum Leben und Werk Thomas Bernhards werden durch den Vortrag von Texten aus Bernhards Autobiographie durch Georg Mädl, Kulmbach, ergänzt.
Rückblick:
Donnerstag, 19. April 2012, 19.30 Uhr
Martin-Luther-Haus, Kulmbach
Referentin: Dr. Brigitte König, Ingolstadt
Familienbande, Familienfehden und Familienglück in der Literatur war das Thema der Sommertagung unseres Freundeskreises in Tutzing im vergangenen Jahr. Es ging beispielhaft um vier Dichter. Einen davon beleuchtet unsere Referentin heute.
Die engsten zwischenmenschlichen Beziehungen werden zunächst in der Familie geknüpft. Familienbande schließen und fesseln, sie verleihen Sicherheit und Abhängigkeit, sie bringen Harmonie und Konflikt, Glück und Verzweiflung, sie verursachen Liebe und Hass. Kein Wunder, dass Familienbande eine unerschöpfliche Fundgrube für Dichter und Schriftsteller sind. Schon das Alte Testament erzählt von tödlichen Konflikten abgöttischer Vaterliebe, Verrat und Tyrannei.
Der Nobelpreisträger 2010 Vargas Llosa bilanziert in seiner Autobiographie Der Fisch im Wasser das Verhältnis zu seinem Vater "fortan flößte er mir nicht nur Entsetzen, sondern auch Hass ein". Und wo bleibt das Positive? Auch solche verwandtschaftlichen Beziehungen bei Vargas Llosa wird Brigitte König beleuchten.
Dazu werden Texte von Vargas Llosa von Schülern des MGF-Gymnasiums gelesen. Es lesen :
Lea Sauer und Benjamin Vetter.
Unsere Referentin Brigitte König ist promovierte Romanistin; ihr besonderes Interesse gilt seit vielen Jahren der lateinamerikanischen Literatur.
Donnerstag, 01. März 2012, 19.30 Uhr
Martin-Luther-Haus, Kulmbach
Kirchenrat Christoph Flad, München
Anständig Geld verdienen, und genau betrachtet liegt in dieser Aussage eine Doppeldeutigkeit. Zum einen heißt es, man möchte bei der Geldanlage viel verdienen, zum anderen "mit Anstand". Oder sollte die Reihenfolge umgekehrt sein?
Christoph Flad will die Möglichkeiten der "nachhaltigen Geldanlage" aufzeigen und berichtet über den Weg, den die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern seit gut einem Jahrzehnt gegangen ist. Es wurden systematisch theologische, ethische, soziale und ökologische Aspekte in die Geldanlage eingezogen. Nachhaltige Geldanlage kann sich dabei leichter erschließen, wenn wir den Begriff Nachhaltigkeit erklären:
Was heißt das eigentlich? Mit diesem Begriff verbinden sich viele positive Assoziationen. Er ist aber auch vage. Manchmal ist Nachhaltigkeit ein Modewort geworden. Umso wichtiger ist es für einen kirchlichen Geldanleger, diesen Begriff so gewissenhaft wie möglich zu erschließen. Das ständige Agieren an den Finanzmärkten und die systematische Umsetzung der nachhaltigen Geldanlage haben für die Landeskirche auch konkrete gesellschaftliche Anliegen verstärkt. So hat die Landeskirche im Herbst 2011 die bundesweite Unterschriftensammlung für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer stark unterstützt. Auch diesen Aspekt wird Christoph Flad reflektieren. Unser Referent, Kirchenrat Christoph Flad, war als Pfarrer in Washington D.C., im bayerischen Oberland und in München tätig. Er arbeitet seit Sommer 2008 in der Finanzabteilung des Landeskirchenamtes der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und kümmert sich um die ethischen und nachhaltigen Dimensionen der kirchlichen Geldanlage.
Lassen Sie sich überraschen von Inhalt und Dimension eines Themas, das Sie so wohl eher nicht bei der Evang. Kirche vermutet hätten.
herzlich laden wir Sie zu unserer zweiten Veranstaltung im Jahr 2012 ein:
Donnerstag, 09. Februar 2012, 19.30 Uhr
Martin-Luther-Haus, Waaggasse, Kulmbach
Dr. Albert Schweitzer - Leben und Wirken
Dr. med. Einhard Weber, Creußen
"Mein Leben trägt seinen Sinn in sich selber. Er liegt darin, dass ich die höchste Idee lebe, die in meinem Willen zu leben auftritt. …die Idee der Ehrfurcht vor dem Leben." Das sagte und so lebte Albert Schweitzer (1875 - 1965). Der große Arzt, evang. Theologe, Kulturphilosoph und Musiker stellte die Ehrfurcht vor dem Leben in den Mittelpunkt seines Denkens und Handelns spätestens mit der Gründung seines Tropen-Hospitals Lambarene (Gabun) im Jahr 1913. Vorträge, Orgelkonzerte, schriftstellerische Tätigkeit waren für ihn Voraussetzung und Hilfe, sich für ein allgemeingültiges sittliches Grundprinzip der Erhaltung und Förderung des Lebens einzusetzen. 1951 erhielt er den Friedenspreis des dt. Buchhandels und 1952 den Friedensnobelpreis, 1954 den Orden der Friedensklasse desPour le mérite.
Unser Referent, bis 2005 Landarzt in Creußen, beschäftigt sich seit seinem 14. Lebensjahr mit Albert Schweitzer. 2006 wurde er in den Vorstand des "Deutschen Hilfsverein für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene e.V." gewählt und ist seit 2007 dessen 1. Vorsitzender. Er wird anhand von Lichtbildern über Leben und Werk von Schweitzer sprechen und dabei auch über das heutige Lambarene und die Aktualität der Philosophie der "Ehrfurcht vor dem Leben", die seiner Meinung nach mit jedem Tag aktueller wird.
Freuen Sie sich mit uns auf einen fundierten und engagierten Vortrag.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Dr. Bernd und Waltraud Matthes Hannelore Zinck
PS: Nächster Vortrag am Donnerstag, 01.03.2012, 19.30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Kulmbach.
herzlich laden wir Sie zu unserer ersten Vortragsveranstaltung im Jahr 2012 ein.
Diese Veranstaltung findet traditionsgemäß gemeinsam mit dem Katholischen Kulturkreis Kulmbach statt:
Dienstag, 24. Januar 2012, 19.30 Uhr
Martin-Luther-Haus, Waaggasse, Kulmbach
Das Zweite Vatikanische Konzil und die Ökumene
Dr. phil. Thomas Franz, Würzburg
Im Herbst 1962 eröffnete Papst Johannes XXIII in Rom das Zweite Vatikanische Konzil. Vor beinahe 50 Jahren sahen die Konzilsväter des Zweiten Vatikanischen die Wiederherstellung der Einheit aller Christen als eine der Hauptaufgaben des Konzils an. Das Dekret "Unitatis redintegratio", das sich mit der ökumenischen Bewegung befasst und das die Konzilsväter mit großer Mehrheit am 21.11.1964 annahmen, hatte in der Folgezeit eine sehr breite Wirkungsgeschichte. Das Zweite Vatikanische Konzil hat für das Verhältnis der römisch-katholischen Kirche zu den anderen christlichen Konfessionen grundlegende Weichenstellungen geschaffen. Die Veranstaltung will die Leitlinien des Dekrets über den Ökumenismus vorstellen und fragen, wie deren Umsetzung erfolgt ist und heute aussieht. Es soll aber auch um die ökumenischen "Knackpunkte" gehen, die weiterhin offen sind, wo viele Menschen im ökumenischen Miteinander vor Ort sich aber lebenspraktische Lösungen wünschen. Im Herbst 2011 hat der derzeitige Papst Benedikt XVI Deutschland besucht und wieder Erwartungen in die Ökumene gesetzt. Was ist in den vergangenen 50 Jahren geworden? Was ist möglich? Wie wird die Ökumene gelebt? Dr. Thomas Franz ist stellvertretender Direktor der Katholischen Akademie Domschule und Leiter des Fernkurses Theologie in Würzburg und Lehrbeauftragter für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Würzburg.
Gemeinsam laden wir zu diesem Vortrag herzlich ein.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Dr. Bernd und Waltraud Matthes, Hannelore Zinck
für den Freundeskreis Kulmbach
Dr. Gunter Heckel
für den Kath. Kulturkreis Kulmbach